Schnellübersicht
Das Wichtigste in Kürze
- Portale werden von Ländern und kommunalen Zulassungsbehörden bereitgestellt
- An-, Ab- und Ummeldungen sind je nach Fall online möglich
- Sicherheitscodes in Dokumenten und Plaketten sind häufig entscheidend
- Identifizierung erfolgt etwa per Online-Ausweis oder BundID mit geeignetem Nachweis
Welche Vorgänge sind online möglich?
Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr unterstützt i-Kfz unter anderem Neuzulassung, Abmeldung, Wiederzulassung, Umschreibung mit oder ohne Halterwechsel und Tageszulassung. Auch Elektro-, Saison- und H-Kennzeichen können in geeigneten Verfahren ausgewählt werden.
Nicht jedes Portal bietet jederzeit denselben Funktionsumfang. Starten Sie deshalb bei der offiziellen Website Ihrer zuständigen Zulassungsbehörde und nicht bei einem Werbeportal, das wie eine Behördenseite aussehen kann.
Technische Voraussetzungen
Für viele Vorgänge benötigen Privatpersonen einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion, die PIN und die AusweisApp beziehungsweise ein Kartenlesegerät. Je nach Portal ist auch eine BundID-Anmeldung mit geeignetem Identitätsnachweis möglich. Unternehmen verwenden regelmäßig das Unternehmenskonto BUND mit ELSTER-Zertifikat.
Außerdem werden eine unterstützte Zahlungsmethode, Internetzugang und für die sofortige Inbetriebsetzung ein Drucker benötigt. Die erlaubten Zahlungsarten unterscheiden sich zwischen Portalen.
Sicherheitscodes in Dokumenten und Plaketten
Die verdeckten Codes verbinden das physische Dokument mit dem Online-Vorgang. Zulassungsbescheinigung Teil I trägt sie bei neueren Ausgaben seit 2015, Teil II bei geeigneten Ausgaben seit 2018. Auch Stempelplaketten können Sicherheitscodes besitzen.
Legen Sie einen Code erst frei, wenn das offizielle Portal Sie dazu auffordert. Das Freilegen kann Dokument oder Plakette entwerten. Bricht der Antrag anschließend ab, dürfen Sie nicht einfach so weiterfahren; folgen Sie den Hinweisen des Portals oder kontaktieren Sie die Behörde.
Typischer Online-Ablauf
Nach der Identifizierung wählen Sie den Vorgang, geben Fahrzeug- und Halterdaten ein, erfassen erforderliche Sicherheitscodes und ergänzen je nach Fall eVB, HU, SEPA-Daten und Kennzeichenwunsch. Das System prüft außerdem mögliche Steuer- oder Gebührenrückstände.
Nach erfolgreicher Zahlung erhalten Sie einen elektronischen Bescheid. Bei Vorgängen mit sofortiger Inbetriebsetzung müssen vorläufiger Zulassungsnachweis und weitere Unterlagen entsprechend den Portalhinweisen ausgedruckt und am beziehungsweise im Fahrzeug verwendet werden. Die endgültigen Dokumente und Plaketten folgen per Post.
Wann ist der Behördentermin weiterhin sinnvoll?
Ein Termin vor Ort bleibt sinnvoll oder notwendig, wenn Dokumente keine passenden Sicherheitscodes besitzen, Daten nicht automatisch geprüft werden können, Sonderunterlagen erforderlich sind oder der Online-Antrag scheitert. Auch komplexe Import-, Erb- oder Leasingfälle können zusätzliche Prüfung verlangen.
Brechen Sie nicht mehrfach mit freigelegten Codes neue Anträge an. Notieren Sie Fehlermeldung und Vorgangsnummer und wenden Sie sich an die zuständige Zulassungsbehörde.
Vor dem Antrag
Praktische Checkliste
- Offizielles i-Kfz-Portal der zuständigen Behörde öffnen
- Online-Ausweisfunktion, PIN und AusweisApp testen
- Fahrzeugdokumente auf verdeckte Sicherheitscodes prüfen
- eVB, HU, IBAN und gewünschtes Kennzeichen bereithalten
- Drucker für vorläufige Nachweise einplanen
- Codes erst im laufenden offiziellen Verfahren freilegen
Häufige Fragen
Amtliche Quellen und Stand
Zuletzt redaktionell geprüft am 18. Oktober 2026. Lokale Gebühren, Formulare und Verfahrensschritte können abweichen; maßgeblich ist die zuständige Zulassungsbehörde.
Offizielle Übersicht zu Vorgängen, Voraussetzungen, Codes und Ablauf.
Rechtsgrundlagen der Zulassungsverfahren und Fahrzeugdokumente.